Wesentlichkeit (Materiality)

Die Wesentlichkeitsanalyse stellt für viele Unternehmen eine Herausforderung dar. Oft herrscht Unklarheit, was der Gegenstand der Analyse sein muss und wie diese Analyse durchgeführt werden soll.

Im Nachhaltigkeitskontext beruht die Anwendung des Wesentlichkeitsprinzips auf dem Grundsatz der doppelten Wesentlichkeit und erfordert grundsätzlich zwei Perspektiven:

1. Outside-In-Perspektive: Nachhaltigkeitsaspekte, die als Chancen und Risiken auf den Geschäftsverlauf, das Ergebnis oder die Lage des Unternehmens Einfluss nehmen können (Unternehmensrelevanz) und

2. Inside-Out-Perspektive: Geschäftstätigkeiten, Geschäftsbeziehungen sowie Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens, die sich positiv und negativ oder wahrscheinlich schwerwiegend auf Nachhaltigkeitsaspekte auswirken (Nachhaltigkeitsrelevanz).



Wesentlichkeitsanalysen richtig aufsetzen  

Das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit ermöglicht ein substanzielles Chancen und Risikomanagement in Bezug auf Umwelt, Klimaschutz und Klimaanpassung, Arbeitnehmerrechten, Menschenrechte, Sozialstandards und Compliance entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Die Wesentlichkeitsmatrix vieler Unternehmen berücksichtigt in den X- und Y-Achsen meist nur die Relevanz für das Unternehmen und die Relevanz für die Stakeholder. Das ist nicht falsch, greift aber zu kurz. Denn es werden sowohl die Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten, -beziehungen sowie Produkte und Dienstleistungen auf Nachhaltigkeitsaspekte, als auch der Einfluss der Nachhaltigkeitsaspekte auf den Geschäftsverlauf, das Ergebnis oder die Lage des Unternehmens nur unzureichend erfasst.












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